ReUseSolar – Ein Projekt zur Förderung der kreislauffähigen und resilienten Stadt Winterthur
- Problembeschreibung
- In der nachhaltigen, smarten Stadt der Zukunft wird Kreislaufwirtschaft eine zentrale Rolle spielen. Denn ohne Kreislaufwirtschaft wird das Ziel von Netto-Null nicht erreichbar sein. Gerade im Kontext der Energiewende wächst der Materialbedarf für Solaranlagen, deren Nutzung dennoch ineffizient ist. Sehr problematisch ist es, dass die Solarpanels zu früh entsorgt werden, obwohl sie für weitere 5-15 Jahre Strom produzieren können. Zirkuläre Geschäftsmodelle sind heute die Ausnahme als eine systemisch verankerte geschäfts- und soziale Praxis und Infrastruktur, die die Wiederverwendung von ausgedienten Solarpanels ermöglicht, fehlt.
- Ansatz zur Problemlösung
- Wir realisieren eine öffentlich zugängliche Solarpergola aus Second-Life-Solarmodulen als sichtbares Demonstrationsprojekt für die kreislauffähige und resiliente Stadt. Ein möglicher Standort wäre das Innovationslabor Winterthur. Die Anlage produziert lokal erneuerbaren Strom, vermeidet Elektroschrott und reduziert CO₂-Emissionen durch die verlängerte Nutzung bestehender Module. Die Solarpergola verbindet Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Begleitend sensibilisieren wir Stadtverwaltung, Energieversorger, Immobilienakteure, Schulen und Bevölkerung durch Workshops, Führungen und transparente Live-Daten zu Energieproduktion und Umwelteffekt. Ziel ist es, Kreislaufwirtschaft von einer Nischenpraxis zu einer systemisch verankerten urbanen Strategie zu entwickeln und ein replizierbares Modell für weitere Standorte zu schaffen. Die geplanten Projektphasen sind: Phase 0: Vorprojekt 01.03.2026 – 31.08.2026 In der Vorprojektphase werden die Grundlagen für die Entwicklung des Demonstrationsprojekts geschaffen. Aufbauend auf den Erfahrungen von e-swissolar AG Second-Life-Photovoltaik werden die Anforderungen an eine öffentlich zugängliche Solarpergola definiert und erste Gespräche mit potenziellen Standortpartnern, Behörden (Tiefbauamt), Energieversorger sowie weiteren Akteuren der Kreislaufwirtschaft geführt. Phase 1: Projektentwicklung und Planung 01.09.2026 – 31.12.2026 In der Projektentwicklungsphase werden die technischen, organisatorischen und rechtlichen Grundlagen für die Umsetzung geschaffen. Dazu gehören die Detailplanung der Solarpergola, die statische und elektrotechnische Auslegung der Anlage sowie die Auswahl und technische Prüfung der Second-Life-Photovoltaikmodule. Parallel dazu erfolgen die Abstimmung mit Projektpartnern, Behörden und potenziellen Stakeholdern sowie die Einholung der erforderlichen Bewilligungen. Zudem wird das Kommunikations- und Monitoringkonzept entwickelt. Phase 2: Bauphase und Realisierung 01.01.2027 – 31.03.2027 In dieser Phase erfolgt die bauliche Umsetzung des Projekts. Dazu gehört die Beschaffung der erforderlichen Komponenten, die Erstellung der Pergola-Konstruktion, die Montage der wiederverwendeten Photovoltaikmodule sowie die Installation der elektrischen Infrastruktur inklusive Wechselrichter, Schutz- und Messtechnik. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen für das Monitoring der Energieproduktion und der Projektwirkung geschaffen. Phase 3: Inbetriebnahme und Testbetrieb 01.04.2027 – 30.05.2027 Nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgt die technische Inbetriebnahme der Anlage. Während des Testbetriebs werden die elektrische Sicherheit, die Leistungsfähigkeit der Second-Life-Module sowie die Datenübertragung des Monitoringsystems über Phase 4: Kommunikation, Wissenstransfer und Projektabschluss 01.06.2027 – 30.06.2027 Nach der technischen Inbetriebnahme werden die Projektergebnisse öffentlich zugänglich gemacht und aktiv kommuniziert.
- Co-Kreation
- Die e-swissolar AG, das Tiefbauamt der Stadt Winterthur, das Stadtwerk der Stadt Winterthur
- Aktueller Projektstand
- Aufbauphase
- Nächste/r Schritt/e, für die eine WinLab-Förderung benötigt wird
- Für die Realisierung der Phase1 benötigen wir CHF 11000. Davon CHF 6800 für Löhne, CHF 2200 für Verbrauchsmaterial, CHF 2000 für Spesen/Drittkosten.
- Geplanter Start
- 01/09/2026
- Geplantes Ende
- 30/06/2027
- Budget, das für den/die nächsten Schritte benötigt wird (in CHF)
- 40000
- Welcher Smart City-Fokusbereich wird angesprochen?
- "Joker" (andere Themenbereiche im Kontext der Smart City Winterthur)
- Begründung zum Fokusbereich
- Mit dem Winti Re-Use Projekt unterstreicht die Stadt Winterthur die strategische Wichtigkeit des Themas Kreislaufwirtschaft. Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten.
- Was wird sonst noch gewünscht/benötigt?
- Wir bieten: Erfahrung in der Entwicklung und Realisierung von Solaranlagen, Projektmanagement und Kreislaufwirtschaft in der Solarenergie und Wissen und Erfahrung im Bereich nachhaltige Smart Cities und Regionen. Wir suchen: - Finanzielle Mittel für die Entwicklung, Realisierung der Anlage - Second-Life-PV-Module, Montagesystem, Re-Use-Komponenten für die Pergola - Personelle und kompetenzenbasierte Ressourcen für Kommunikation und Stakeholder Engagement - Partnerschaften mit der Stadt, lokaler Energieversorger und Hochschulen
-
St. Gallerstrasse 133, 8404 Winterthur
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