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Grüner Bauzaun - Temporäre Grünflächen zur Aufwertung von urbanen Baustellenarealen

Avatar: Thomas Sauter-Servaes Thomas Sauter-Servaes

Abgelehnt
Problembeschreibung
Winterthur ist eine lebendige Stadt, gleichermassen geprägt durch Tradition und Wandel. Beides hat dauerhaft umfangreiche Instandhaltungs-, Um- und Neubauaktivitäten bei Gebäuden und Strasseninfrastruktur zur Folge. Entsprechend sind Baustellen ein gewohnter Teil des städtischen Lebens. Wer durch Winterthur fährt, passiert täglich viele Meter Bauzäune und -wände. Diese verwandeln nicht selten ganze Strassenabschnitte temporär zu Unorten mit geringer Aufenthaltsqualität. Die visuellen Beeinträchtigungen reichen von unansehnlichen Metallgerippen bis zu beschmierten/verdreckten Blachen, Bannern und Kunststoffwänden, die gemäss der "broken window"-Theorie häufig auch weitere Be-/Verschmutzungen des umgebenen öffentlichen Raumes nach sich ziehen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob durch neue Gestaltungskonzepte für Baustellenbegrenzungen die aktuellen Beeinträchtigungen des Stadtbildes deutlich reduziert werden könnten. Im besten Fall generieren die innovativen Bauwandsubstitute sogar zusätzlichen Mehrwert durch ergänzende Funktionen.
Ansatz zur Problemlösung
Als Lösungsansatz mit grossem Potenzial werden begrünte Baustellenzäune angesehen. Diese sollen in der Konstruktion möglichst einfach und sehr ähnlich zu den heutigen Standardzäunen konstruiert sein, so dass Transport, Auf- und Abbau mit vorhandenen Handlungsabläufen und Fahrzeugen weitgehend kompatibel sind. Ähnlich einer Hecke ist die Verschmutzungsgefahr durch Graffiti und Tags minimal. Durch eine noch zu ermittelnde Bepflanzungsvariante ist der Anspruch an Licht und Pflege gering, immergrüne Pflanzen verhindern zusätzliche Laubarbeiten. In Abhängigkeit vom Design der temporären grünen "Zwischenfassaden" im Strassenraum können lokal neben der visuellen Aufwertung zusätzlich positive Effekte bei der Reduktion von Lärm und (Fein-) Staub und im Sommer ein Kühleffekt erzielt werden. Noch existieren keine derartigen Baustellenbegrenzungen als bequem buchbare Standardlösung. Die ZHAW School of Engineering plant gemeinsam mit Praxispartnern aufbauend auf den bestehenden Vorüberlegungen und Erfahrungen im Themenfeld Fassadenbegrünung die Entwicklung eines Prototyps und dessen Testbetrieb im realen Baustellenalltag. Auf der Grundlage der Einsatzerfahrungen und Marktbefragungen erfolgt eine Optimierung unter Beachtung einer Design-to-cost-Systematik, um mittelfristig ein tatsächlich marktaffines Angebot zu generieren.
Geplanter Start
1.5.2026
Geplantes Ende
31.12.2026
Nähere Beschreibung
Wir bieten: Produktentwicklung auf Basis interdisziplinärer wissenschaftlicher Expertise aus verschiedenen Bereichen der ZHAW // Unterstützung durch studentische Forschungsarbeiten // Medienkontakte für breit aufgestellte Dissemination Wir suchen: Umsetzungspartner in der Bauindustrie // Finanzielle Unterstützung bei der MVP-Entwicklung
#Gesundheit #Leben #Mobilität #Umwelt
  • Technikumstrasse 9, 8401 Winterthur

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