Gesundheitsparcours Winterthur: Mitdenken - Mitbewegen - Mitgestalten
- Problembeschreibung
- Wer regelmässig körperlich aktiv ist, fördert die körperliche und geistige Gesundheit. Dennoch fällt es vielen Menschen schwer, regelmässige Bewegung in ihren Alltag zu integrieren. Ausserdem ist für Laien das Verständnis vom eigenen Körper in Zusammenhang mit körperlicher Aktivität und dem Gesundheitszustand oft abstrakt und wird erst dann relevant, wenn Beschwerden auftreten. So ist Bewegungsmangel nach wie vor einer der Hauptrisikofaktoren für nichtübertragbare Krankheiten, wie z.B. Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und chronische Atemwegserkrankungen. Diese Krankheiten führen zu reduzierter Lebensqualität, einer vorzeitigen Sterblichkeit und verursachen hohe Gesundheitsausgaben. Mit regelmässiger Bewegung kann das Risiko für diese Krankheiten reduziert werden. Wenn sie schon bestehen, ist Bewegung ein wichtiger Teil der Behandlung und sorgt für weniger Rückfälle. Bewegungsförderung ist daher ein wesentlicher Bestandteil der nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten.
- Ansatz zur Problemlösung
- Ein Smartphone-basierter Gesundheitsparcours führt über mehrere Stationen virtuell durch den Körper und real durch die Stadt. Teilnehmende gehen zu in der Stadt verteilten Stationen. Durch die Erfassung von Geodaten des Smartphones wird ermittelt, an welcher Station des Parcours sich die Teilnehmenden befinden. Dadurch erhalten sie automatisch die entsprechenden Inhalte der aktuellen Station des Parcours auf ihr Smartphone. An jeder Station gibt es zwei Einheiten: die erste Einheit vermittelt fundiert aufbereitete Inhalte über Körper, Gesundheit und Bewegung in verständlicher Weise. Die zweite Einheit lädt die Teilnehmenden ein, selbst aktiv zu werden, indem konkrete Bewegungen oder Übungen angeleitet werden. Dazu werden die vor Ort bestehenden Möglichkeiten der Umgebung einbezogen (z.B. Treppen, Sitzbänke, Bodenbeschaffenheiten etc.). Nach Abschluss der Bewegungseinheit kann der Parcours zur nächsten Station fortgesetzt werden. Um den Anreiz des Angebots und die Motivation zu steigern, ist die Verwendung von spielerischen Elementen angedacht. Um mit dem Angebot verschiedene Personengruppen anzusprechen, können die Inhalte der Einheiten in auditiver und visueller Form abgerufen werden und sollen in mehreren Sprachen zur Verfügung stehen. Ausserdem wird für beide Einheiten je eine Version für Erwachsene und für Kinder ausgearbeitet. Winterthur bietet im öffentlichen Raum Potenzial, um interaktiv Wissen über den Körper und Gesundheit zu vermitteln und Bewegung zu fördern. Dadurch kann die Gesundheitskompetenz individuell gefördert und für das Thema Gesundheit und Bewegung sensibilisiert werden, sodass ein Impuls für mehr Bewegung im Alltag gesetzt wird. Die Stadt kann einen Beitrag zur Verbesserung und Erhaltung der Gesundheit ihrer Bewohner:innen und Besucher:innen leisten. Winterthur, die Stadt, die bewegt.
- Co-Kreation
- Angestrebt wird eine enge Zusammenarbeit mit dem Sportamt Winterthur, digital Winterthur, House of Winterthur, Quartiervereine und der Bevölkerung. Zudem wird das ZHAW-interne Netzwerk zwischen den Departementen Gesundheit und School of Engineering genutzt.
- Aktueller Projektstand
- Konzeptphase
- Nächste/r Schritt/e, für die eine WinLab-Förderung benötigt wird
- Mit der Projektförderung kann ein detailliertes Konzept für den Gesundheitsparcours ausgearbeitet werden. Dieses wird dann Personen aus den Zielgruppen präsentiert (z.B. mittels Fokusgruppen) und ihre Rückmeldungen werden in das Konzept eingearbeitet. Die Bevölkerung, Quartiervereine und öffentliche Ämter werden mitberücksichtigt. Weiter müssen die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten fundiert erarbeitet werden. Dazu werden Fachpersonen von WinLab-Partnern einbezogen.
- Geplanter Start
- 1.8.2026
- Geplantes Ende
- 30.4.2027
- Budget, das für den/die nächsten Schritte benötigt wird (in CHF)
- 15000
- Welcher Smart City-Fokusbereich wird angesprochen?
-
Individuelles lernenKollaborative Ökosysteme"Joker" (andere Themenbereiche im Kontext der Smart City Winterthur)
- Begründung zum Fokusbereich
- Individuelles Lernen: Der Gesundheitsparcours wird so gestaltet, dass unterschiedliche Personengruppen mit verschiedenen Voraussetzungen angesprochen werden. Durch die Individualisierung der Inhalte und Anforderungen wird ermöglicht, dass Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen aktiv teilnehmen können und durch gezielte didaktische Elemente nachhaltiges gesundheitsbezogenes Lernen unterstützt wird. Kollaborative Ökosysteme: Das Projekt setzt bewusst auf den Austausch mit der Bevölkerung und anderen Anspruchsgruppen, wodurch Lösungen in Kollaboration der Ökosysteme “Gesundheit” und “Bevölkerung” entstehen. Joker “Gesundheitsbewusste Lebensstile”: Durch die inhaltliche Ausrichtung des Projekts wird dieser Themenbereich besonders erfüllt. Der Parcours verbindet Bewegung und Wissensvermittlung für ein aktives und gesundheitsbewusstes Verhalten. Ziel ist es, langfristig zu mehr Bewegung im Alltag zu motivieren.
- Was wird sonst noch gewünscht/benötigt?
- Gewünscht ist der Zugang zu städtischen Kommunikationskanälen, um eine breite Bevölkerung effektiv zu erreichen und zur Mitwirkung einzuladen. Zudem ist der Einbezug relevanter Mitglieder des WinLab zentral, um unterschiedliche Perspektiven in den Entwicklungsprozess einzubringen.
-
Katharina-Sulzer-Platz, 8401 Winterthur
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