WintiRoboHub: Winterthurs offenes Living Lab für Physical AI und Robotik
- Problembeschreibung
- Physical AI und humanoide Robotik markieren den nächsten grossen Technologiesprung. Mit unserem Projekt bereiten wir den Standort Winterthur gezielt auf diesen Wandel vor, indem wir Unternehmen, Bürger:innen sowie Lernende befähigen, diese Technologie nicht nur zu verstehen, sondern aktiv nach ihren eigenen Bedürfnissen mitzugestalten. Aktuell ist die Einstiegsschwelle für physische KI extrem hoch, sodass fortschrittliche Roboter für die meisten Menschen und Firmen oft nur abstrakte Medienphänomene bleiben. Für lokale KMU sind das Testen und die Integration von Robotiklösungen ohne eine gemeinsame Infrastruktur schlicht zu teuer und mit zu hohen Risiken verbunden. An den Schulen lernen Schüler:innen zwar das Programmieren am Bildschirm, doch die Chance zur praktischen Interaktion mit modernster physischer KI fehlt fast völlig. Gleichzeitig wird die Technologie von Bürger:innen im Alltag oft als unnahbare „Blackbox“ wahrgenommen, was Unsicherheiten und Berührungsängste schürt. Insgesamt fehlt ein niederschwelliger, zentraler Hub, an dem Menschen jeden Alters die Technologie im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“ können und an dem technologisches Wissen, modernste Hardware sowie praktische Kompetenz für alle gebündelt zugänglich gemacht werden – genau diese Lücke schliessen wir.
- Ansatz zur Problemlösung
- Winterthur beheimatet das erste Technikum der Schweiz und blickt auf eine starke industrielle Vergangenheit und Gegenwart zurück. Wir knüpfen an diese DNA an, um den traditionsreichen Standort auf die nächste technologische Revolution vorzubereiten: Im Technopark Winterthur schaffen wir ein offenes Living Lab, das KI-getriebene Robotik für lokale KMU, Studierende und die breite Bevölkerung zugänglich macht. Auf einer vom Technopark kostenfrei zur Verfügung gestellten Fläche von 100 m² entsteht ein Hub, der den Umgang mit neuen Technologien demokratisiert, indem er drei zentrale Funktionen vereint: Als Industrie-Testumgebung bietet er Winterthurer Unternehmen die Möglichkeit, robotergestützte Automatisierungslösungen praxisnah zu erproben, was Hemmschwellen abbaut und das finanzielle Risiko eigener Investitionsentscheidungen senkt. Gleichzeitig fungiert der Hub als Bildungszentrum, in dem ein studentischer Robotik-Club vor Ort Systeme entwickelt und lokale Schulen durch praxisnahe Workshops aktiv eingebunden werden. Darüber hinaus wirkt das Living Lab als öffentlicher Raum zur Förderung der „Physical AI Literacy“, damit Bürger:innen die Technologie nicht nur verstehen, sondern aktiv begreifen und mitgestalten können. Dieser offene, geteilte Zugang zu Robotik als Infrastruktur ist regional einzigartig und dank der systematischen Dokumentation von Aufbau, Betriebsmodell und Best Practices hochgradig skalierbar, sodass unser Ansatz als Blaupause für andere Städte und Institutionen dienen kann.
- Co-Kreation
- Unser Vorhaben lebt von einem starken Netzwerk und vereint Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Initiative geht von der Binabik GmbH (einem Spin-off der ZHAW) aus, in enger Partnerschaft mit dem ZHAW Centre for AI, dem Technopark Winterthur, dem Smart Machines Cluster und lokalen Pionieren wie Scewo. Um dieser breiten Allianz ein Fundament zu geben, gründen wir einen Verein, der als Trägerschaft für den physischen Hub fungiert und weiteren interessierten Partnern offensteht. Die Umsetzung erfolgt direkt aus diesem Konsortium heraus. Dabei binden wir das bestehende Netzwerk der WinLab-Community ein. So entsteht ein lebendiges Ökosystem: ZHAW-Institute, regionale KMU, Start-ups und Schulen engagieren sich als aktive Vereinsmitglieder.
- Aktueller Projektstand
- Konzeptphase
- Nächste/r Schritt/e, für die eine WinLab-Förderung benötigt wird
- Die WinLab-Förderung fliesst in zwei Kernbereiche: CHF 30'000 finanzieren den Aufbau eines AI-FabLabs (Rechenleistung, Sensorik, Spezialinfrastruktur) als Testumgebung für KMU und Community. Weitere CHF 20'000 fliessen in die Bildungsrobotik. Dies deckt Hardware und den ZHAW-Zusammenbau von Open-Source-Robotern (z. B. LeRobot SO-101) ab, die exklusiv in Schul- und öffentlichen Bildungsprogrammen genutzt werden.
- Geplanter Start
- 01/09/2026
- Geplantes Ende
- 31/08/2027
- Budget, das für den/die nächsten Schritte benötigt wird (in CHF)
- 50000
- Welcher Smart City-Fokusbereich wird angesprochen?
-
Individuelles lernenKollaborative Ökosysteme
- Begründung zum Fokusbereich
- Im Kern ist unser Vorhaben ein kollaboratives Ökosystem: Wir vereinen Wissenschaft, Wirtschaft (von KMU bis zu Start-ups wie Scewo und Binabik) und Zivilgesellschaft an einem physischen Ort und in einer gemeinsamen Vereinsstruktur. Darüber hinaus adressieren wir gezielt den Fokus Individuelles Lernen: Durch den praxisnahen Umgang mit physischer KI erwerben Menschen jeden Alters wichtige Zukunftskompetenzen. Ein studentischer Robotik-Club bietet zudem selbstgesteuertes und projektbasiertes Lernen an.
- Was wird sonst noch gewünscht/benötigt?
- Neben der finanziellen Förderung wünschen wir uns die Vernetzung mit der WinLab-Community und der Stadtverwaltung, um weitere KMU und Schulen als Programm- und Vereinspartner zu gewinnen.
-
Technoparkstrasse 2, 8406 Winterthur
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