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Alignergy - Aligning Actors for Energy Communities

Avatar: Antonia Zoe Freudenberger Antonia Zoe Freudenberger

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Problembeschreibung
Um das Netto-Null-Ziel in Winterthur zu erreichen, wird die dezentrale Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen, wie etwa über Photovoltaik und Wärmepumpen, künftig eine zentrale Rolle spielen. Damit diese Ressourcen jedoch effizient genutzt werden können und die gesamte Gesellschaft von der dezentralen Energieerzeugung profitiert, braucht es lokale Einspeisemechanismen, beispielsweise durch lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG). Die technischen und regulatorischen Voraussetzungen für LEGs verbessern sich laufend, jedoch wird heutzutage in Winterthur lokal erzeugte Energie meist nur innerhalb einzelner Grundstücke genutzt bzw. ist ihr volles kollektives Nutzungspotenzial in den Nachbarschaften noch nicht erreicht. Derzeit sind in Winterthur nur 181 von 260 gegründeten LEG aktiv. Damit bleibt das Potenzial von LEGs, in denen mehrere Akteure Energie gemeinsam produzieren, nutzen, austauschen und weitergeben, in vielen Fällen ungenutzt. Selbst in den Winterthurer Quartieren Giesserei und Hard Areal, die aufgrund ihrer Energieversorgung, Bauweise und ihren engagierten Akteuren als Vorzeigebeispiele im Sinne der Nachhaltigkeit gelten, existieren bislang keine LEGs. Aus unserer Sicht liegt die zentrale Herausforderung für die Entstehung von LEGs in Winterthur weniger in fehlender Technologie oder mangelnden wirtschaftlichen Anreizen als vielmehr in einem strukturellen Koordinations- und Kommunikationsproblem. Obwohl die beteiligten Akteur:innen den Nutzen von LEGs erkennen, fehlen häufig gemeinsame Prozesse zur Abstimmung von Interessen, Klärung von Verantwortlichkeiten und Begleitung der Umsetzung. Die Herausforderung besteht daher primär in der Gestaltung geeigneter Formen der Zusammenarbeit. Gleichzeitig fehlt bislang ein strukturierter Rahmen, um neue Ansätze zur Organisation von LEGs frühzeitig im realen Umfeld zu testen und gemeinsam mit den Betroffenen weiterzuentwickeln.
Ansatz zur Problemlösung
Mit «Alignergy – Aligning Actors for Energy Communities» schaffen wir einen Experimentier- und Lernraum, in dem Stadtwerk, Eigentümerschaften, Unternehmen sowie Bewohner:innen gemeinsam neue Formen der Zusammenarbeit für Lokale Elektrizitätsgemeinschaften entwickeln und erproben. Im Sinne eines urbanen Reallabors werden Lösungsansätze frühzeitig getestet, iterativ weiterentwickelt und anhand der Bedürfnisse der beteiligten Akteur:innen validiert. Gemeinsam mit den Bewohner:innen der Pilotquartiere Giesserei und Hard, dem Stadtwerk Winterthur sowie weiteren relevanten Akteur:innen erarbeiten wir praxistaugliche Strukturen für die Zusammenarbeit zwischen Energieversorgern, Eigentümer:innen, Unternehmen und Bewohner:innen. Ziel ist es, einen «Energy Community Blueprint» zu entwickeln, der Rollen und Verantwortlichkeiten der beteiligten Akteur:innen definiert, Entscheidungs- und Kommunikationsprozesse festlegt sowie Governance-Strukturen für die Planung, Umsetzung und den Betrieb von LEGs beschreibt. In einem ersten Schritt (WP1) analysieren wir die regulatorischen Rahmenbedingungen, bestehende Geschäftsmodelle von Energieversorgern und weiteren LEG-Anbietern sowie soziale und organisatorische Herausforderungen wie Beteiligungshemmnisse, Informationsbarrieren und Vertrauensdefizite. Darauf aufbauend werden (in WP2 und WP3) gemeinsam mit den beteiligten Akteur:innen konkrete Instrumente, Beteiligungsformate und Entscheidungsprozesse entwickelt, getestet und weiterentwickelt. Durch diesen Ansatz werden Bewohner:innen und Unternehmen befähigt, sich aktiv an lokalen Elektrizitätsgemeinschaften zu beteiligen und von der lokalen Wertschöpfung zu profitieren. Gleichzeitig erhalten Energieversorger ein praxiserprobtes Instrument, um LEGs effizient zu initiieren, neue Kundengruppen einzubinden und innovative Energiedienstleistungen zu entwickeln. Der daraus resultierende «Energy Community Blueprint» soll als erprobter und übertragbarer Handlungsrahmen für weitere Quartiere in Winterthur sowie für Gemeinden, Städte und Energieversorger dienen. Er bietet eine Grundlage für die Initiierung, Organisation und Skalierung von LEGs Energiegemeinschaften.
Co-Kreation
Im Sinne des Projekts, das die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure zur Förderung von Energiegemeinschaften stärken soll, setzen wir auf die aktive Einbindung einer breiten Vielfalt von Anspruchsgruppen. Unser Team: Wirtschaft – Drees und Sommer Schweiz AG (Umsetzungspartner): Experte für Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien und Stadtplanung.| Wirtschaft und Verwaltung – Stadtwerk Winterthur (lokaler Energieversorger): Bietet Eigenverbrauchsmodelle und hat sowohl ein wirtschaftliches als auch ein nachhaltigkeitsbezogenes Interesse daran, LEGs in Winterthur zu fördern. | Wissenschaft – Institut für Nachhaltige Entwicklung der ZHAW (Forschungspartner): Angewandte Forschung und Entwicklung in den Bereichen Elektrizitätsgemeinschaften, nachhaltige Energiesysteme und Mobilitätslösungen sowie soziale und technologische Innovationen. | Weitere Beteiligte: Zivilgesellschaft – Oberwinterthur-, Giesserei- und Hard-Communitys (Pilotquartiere): Vertreten die lokale Bevölkerung und bringen ihre Perspektiven sowie Bedürfnisse ein. | Darüber hinaus ist vorgesehen, weitere Bereiche der Stadtverwaltung Winterthur sowie weitere private Energieversorger und Unternehmen in das Projekt einzubeziehen
Aktueller Projektstand
Konzeptphase
Nächste/r Schritt/e, für die eine WinLab-Förderung benötigt wird
WP1 Technische-ökonomischen Potenzialanalyse: Rechtliche, technische und wirtschaftliche Bewertung von LEGs in der Schweiz. (CHF 18'400) | WP2 Gemeinsame Prozessentwicklung: Entwicklung eines Umsetzungs- und Kommunikationsprozesses mit relevanten Akteuren. (CHF 10'000) | WP3 Co-kreatives Testen: Praxistest und iterative Weiterentwicklung des Prozesses gemeinsam mit verschiedenen Akteuren. (CHF 16'600) | Materialkosten: Vor-Ort-Veranstaltungen (CHF 1'000)
Geplanter Start
1.10.2026
Geplantes Ende
1.3.2027
Budget, das für den/die nächsten Schritte benötigt wird (in CHF)
46000
Welcher Smart City-Fokusbereich wird angesprochen?
Individuelles lernen
Kollaborative Ökosysteme
Grüne Technologien
Begründung zum Fokusbereich
Alle Bereiche sind betroffen, weil das Projekt durch gemeinsame Lern- und Entwicklungsprozesse sowohl Wissen und Kompetenzen aufbaut (individuelles Lernen), die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren stärkt (kollaborative Ökosysteme) als auch die Verbreitung und Nutzung erneuerbarer Energietechnologien fördert (grüne Technologie).
Was wird sonst noch gewünscht/benötigt?
-
  • Winterthur Ida-Sträuli-Strasse, Ida-Sträuli-Strasse 65, 8404 Winterthur

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