Zielgruppen
Nicht alle Personen sind durch Hitze gleich stark gefährdet. Der Hitzeaktionsplan legt den Fokus auf folgende vulnerablen Bevölkerungsgruppen:
Senior:innen (>75 Jahre)
Mit zunehmendem Alter verschlechtert sich die Temperaturregulation des Körpers und das Durstgefühl verringert sich. Dadurch steigt das Risiko für Dehydrierung und Hitzestress. Die Einnahme von Medikamenten kann den Flüssigkeitshaushalt zusätzlich beeinflussen.
Pflegebedürftige Menschen / Menschen mit Behinderung
Menschen mit Behinderungen und pflegebedürftige Menschen sind häufig auf externe Hilfe angewiesen, um ausreichend zu trinken und sich rechtzeitig vor Hitze zu schützen. Eingeschränkte Mobilität oder Kommunikation erschweren eine rechtzeitige Reaktion auf Überhitzung zusätzlich.
Personen mit gesundheitlichen Risiken, insb. chronischen Erkrankungen
Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme oder Diabetes belasten den Körper zusätzlich bei Hitze und können die Thermoregulation beeinflussen. Die Einnahme von Medikamenten kann den Flüssigkeitshaushalt zusätzlich beeinflussen.
Schwangere und Säuglinge
Eine Schwangerschaft kann das Herz-Kreislauf-System beeinflussen und die Empfindlichkeit auf Hitzebelastung verstärken. Säuglinge können ihre Körpertemperatur noch nicht gut selbst regulieren und sind auf Betreuung angewiesen. Beides erhöht das Risiko für Überhitzung und Flüssigkeitsmangel.
Kinder
Kinder schwitzen weniger effizient als Erwachsene und überhitzen schneller. Gleichzeitig vergessen sie oft zu trinken oder ihre Aktivität anzupassen.
Sportler:innen bei intensiver körperlicher Aktivität im Freien
Durch hohe körperliche Belastung produziert der Körper zusätzlich Wärme. Gleichzeitig gehen Flüssigkeit und Elektrolyte verloren. Ohne ausreichende Pausen und Flüssigkeitszufuhr drohen Hitzekollaps oder Hitzschlag.
Hitzeexponierte Arbeitnehmende
Menschen, die im Freien oder in heissen Umgebungen arbeiten, sind der Hitze über längere Zeit direkt ausgesetzt. Körperlich anstrengende Arbeit verstärkt die Wärmeproduktion zusätzlich.
Obdachlose Menschen
Menschen ohne festen Wohnsitz haben oft keinen ausreichenden Zugang zu kühlen Rückzugsorten oder ausreichend Trinkwasser. Sie sind der Hitze verstärkt ausgesetzt.
Sozioökonomisch benachteiligte Gruppen
Sie leben häufiger in schlecht isolierten oder stark aufgeheizten Wohnungen und haben weniger Zugang zu Kühlung. Finanzielle Einschränkungen erschweren präventive Massnahmen. Dadurch sind sie stärker von Hitze belastet.
Sozial isolierte Personen, allein lebende Menschen
Bei sozialer Isolation fehlt soziale Kontrolle oder Unterstützung, die bei Hitze helfen könnte. Warnzeichen für gesundheitliche Probleme werden möglicherweise nicht rechtzeitig erkannt.
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